# Lastenheft Projekt C - Pruefungsfaehigkeitsmonitor und Berichtswesen

## Projektziel

Projekt C beschreibt das fachliche Zielbild fuer einen Pruefungsfaehigkeitsmonitor und ein Berichtswesen innerhalb von SeWoBe.

Ziel ist, aus vorhandenen Buchungsdaten automatisch Managementberichte, Pruefungsfaehigkeitsberichte, Landesberichte und Detailberichte fuer die Vorbereitung des Rechenschaftsberichts zu erzeugen.

Projekt C beschreibt die bisher fehlende fachliche Ebene zwischen Finanzbuchhaltung und Rechenschaftsbericht.

Die Finanzbuchhaltung liefert Buchungen, Konten, Salden und Exporte. Der Rechenschaftsbericht ist das gesetzlich vorgeschriebene Endergebnis. Zwischen beiden Ebenen fehlt eine fachliche Konsolidierungs-, Pruefungs- und Berichtsebene, die saemtliche Gliederungen zusammenfuehrt.

Diese Ebene ist Gegenstand von Projekt C.

## Ausgangslage

SeWoBe stellt Buchhaltung, Journal, Summen- und Saldenlisten sowie Exporte bereit.

Die fachliche Bewertung, ob Gliederungen fuer den Rechenschaftsbericht pruefungsfaehig sind, erfolgt derzeit ausserhalb von SeWoBe mit manuellen oder halbautomatischen Auswertungen.

Die vorhandenen Excel-Dateien zeigen, welche Ergebnisberichte benoetigt werden.

## Problemstellung

Fuer den Rechenschaftsbericht muessen Forderungen, Verbindlichkeiten, Geldtransit, EB-Werte und Nachweise zwischen Bund, Landesverbaenden und ggf. Kreisverbaenden abgestimmt werden.

Ohne integriertes Berichtswesen entstehen:

- hoher manueller Aufwand,
- uneinheitliche Auswertungen,
- schwer nachvollziehbare Datenstaende,
- fehlende Historisierung,
- keine zentrale Ampel- oder Freigabelogik,
- verspaetete Erkennung kritischer Gliederungen.

## Anwendergruppen

Wesentliche Anwendergruppen sind:

- Bundesschatzmeister
- Landesschatzmeister
- Bundesvorstand
- Landesvorstaende
- Rechnungspruefung
- Buchhaltung
- SeWoBe-Fachbetreuung

Jede Anwendergruppe benoetigt eine rollengerechte Sicht auf denselben Datenbestand.

## Fachliche Anforderungen

Das Berichtswesen muss:

- aktuelle Buchungsdaten verwenden,
- relevante Konten erkennen,
- Innenbeziehungen zwischen Gliederungen darstellen,
- offene Differenzen sichtbar machen,
- Nachweise und Abstimmstatus ausweisen,
- Pruefstatus und Freigabestatus ableiten,
- Drill-down bis zur Einzelbuchung ermoeglichen,
- Berichtslauf und Datenstand historisieren.

## Konsolidierung als Vorstufe des Rechenschaftsberichts

Vor Erstellung des Rechenschaftsberichts muessen saemtliche Innenbeziehungen aller Gliederungen fachlich konsolidiert werden.

Der Rechenschaftsbericht ist nicht Ausgangspunkt der Betrachtung, sondern Ergebnis einer vollstaendigen Konsolidierung.

Vor Erstellung des Rechenschaftsberichts muessen mindestens folgende Pruefungen erfolgen:

- Forderungen gegen Verbindlichkeiten
- Geldtransit
- Eroeffnungsbestaende
- Gegenbuchungen
- Innenbeziehungen
- Spiegelkonten
- Nachweise
- Abstimmstatus
- Freigabestatus

Erst wenn diese Konsolidierung erfolgreich abgeschlossen ist, gilt eine Gliederung als pruefungsfaehig.

Projekt C beginnt daher bei der Konsolidierung saemtlicher Gliederungen. Erst danach folgen:

- Pruefungsfaehigkeit,
- Managementberichte,
- Freigaben,
- Rechenschaftsbericht.

## Pruefungsfaehigkeitsmonitor

Der Pruefungsfaehigkeitsmonitor ist die zentrale Ergebnisansicht je Gliederung.

Er zeigt:

- Pruefstatus
- Erfuellungsgrad
- Freigabestatus RB
- offene Differenzen
- fehlende Nachweise
- offene Innenbeziehungen
- Geldtransit
- EB-Werte
- naechste erforderliche Schritte

## Berichtswesen

Das Berichtswesen umfasst Management- und Fachberichte.

Es erzeugt aus Buchungsdaten:

- Managementberichte,
- Konsolidierungsberichte,
- Pruefungsfaehigkeitsberichte,
- Landesberichte,
- Detailberichte,
- offene-Punkte-Listen,
- Finanz- und Liquiditaetsberichte.

## Berichtswesen zur Parteifuehrung

Unternehmen verfuegen ueber betriebswirtschaftliche Auswertungen als Fuehrungsinstrument.

Politische Parteien benoetigen ein vergleichbares Berichtswesen.

Dieses muss insbesondere unterstuetzen:

- Bundesvorstand
- Bundesschatzmeister
- Landesschatzmeister
- Landesvorstaende
- Rechnungspruefung
- Erstellung des Rechenschaftsberichts

Projekt C beschreibt dieses Berichtswesen fuer die parteiinterne Steuerung, Konsolidierung und Rechenschaftsberichtsvorbereitung.

## Berichtstypen

### Konsolidierungsberichte

Konsolidierungsberichte umfassen:

- Forderungen
- Verbindlichkeiten
- Geldtransit
- EB-Werte
- Spiegelkonten
- Gegenbuchungen

### Pruefungsfaehigkeitsberichte

Pruefungsfaehigkeitsberichte umfassen:

- Ampelstatus
- Erfuellungsgrad
- offene Punkte
- fehlende Nachweise
- Freigabestatus

### Managementberichte

Managementberichte umfassen:

- Gesamtstatus aller Gliederungen
- Rangliste kritischer Gliederungen
- groesste Differenzen
- Risiken
- offene Massnahmen

### Finanzberichte

Finanzberichte umfassen:

- Beitragsanteile Bund
- Parteienfinanzierung
- Darlehen
- Liquiditaet
- Finanzplanung
- Forderungsentwicklung
- Mitgliederbeitraege

## Managementberichte

Managementberichte beginnen auf Gesamtstatus-Ebene.

Sie beantworten:

- Was wurde geprueft?
- Was ist das Ergebnis?
- Welche Risiken bestehen?
- Welche Gliederungen sind kritisch?
- Welche Massnahmen sind erforderlich?

## Landesberichte

Landesberichte sind die Arbeitssicht fuer den jeweiligen Landesverband.

Sie enthalten:

- eigene offene Punkte,
- fehlende Nachweise,
- offene Forderungen,
- offene Verbindlichkeiten,
- Geldtransitpositionen,
- EB-Werte,
- Gegenbuchungen,
- erforderliche Klaerungsschritte.

## Detailberichte

Detailberichte fuehren auf Konto- und Buchungsebene.

Sie dienen:

- als Nachweis,
- zur Klaerung fachlicher Einzelpunkte,
- zur Abstimmung mit Gegenmandanten,
- zur Vorbereitung von Korrekturen oder Bestaetigungen.

## Drill-down

Die fuehrende Reihenfolge lautet:

1. Managementbericht
2. Pruefungsfaehigkeitsmonitor
3. Landesbericht
4. Detailbericht
5. Einzelbuchung

Einzelbuchungen sind ausschliesslich Nachweis- und Klaerungsebene.

## Historisierung

Jeder Berichtslauf muss historisiert werden.

Zu speichern sind mindestens:

- Datenstand,
- Erstellungszeitpunkt,
- ausgewertete Dateien oder Datenquellen,
- Pruefstatus je Gliederung,
- Freigabestatus je Gliederung,
- offene Punkte,
- Veraenderungen gegenueber dem vorherigen Lauf.

## Aktualisierung bei neuen Datenstaenden

Werden neue Buchungsdaten, Exporte oder Demonstrationsdateien bereitgestellt, muessen die Berichte vollstaendig neu erzeugt werden.

Dabei ist automatisch sichtbar zu machen:

- geaenderte Datenquellen,
- neue Ergebnisse,
- erledigte Punkte,
- unveraenderte Punkte,
- geaenderte Pruefstatus,
- geaenderte Freigaben,
- neue Risiken.

## Rolle der Demonstratoren

Die Excel-Dateien sind Demonstratoren.

Sie zeigen den fachlichen Ergebnisumfang, der kuenftig unmittelbar in SeWoBe erwartet wird.

Sie sind keine Zielanwendung und beschreiben nicht die technische Umsetzung.

## Anforderungen an SeWoBe

SeWoBe soll kuenftig bereitstellen:

- mandantenuebergreifende Berichtslaufe,
- Gegenmandantenlogik,
- Statusmodell fuer Pruefung und Freigabe,
- Nachweisstatus,
- Historisierung,
- Drill-down von Managementstatus bis Buchung,
- Exporte fuer Vorstand, Rechenschaftsbericht und Abstimmung,
- frei waehlbare Zeitraeume.

## Abgrenzung

Projekt C erzeugt keine Buchungen.

Projekt C ersetzt keine fachliche Entscheidung.

Projekt C gleicht keine Differenzen kuenstlich aus.

Projekt C beschreibt das fachliche Berichtswesen, das SeWoBe kuenftig bereitstellen soll.

## Nutzen

Der Nutzen besteht in:

- geringerer manueller Excel-Arbeit,
- schnellerem Gesamtueberblick,
- frueherer Erkennung kritischer Gliederungen,
- nachvollziehbaren Freigabeentscheidungen,
- besserer Vorbereitung des Rechenschaftsberichts,
- einheitlicher Arbeitsgrundlage fuer Bund und Landesverbaende.

## Umsetzungsempfehlung

Die Umsetzung sollte stufenweise erfolgen:

1. Managementbericht und Pruefungsfaehigkeitsmonitor
2. Landesberichte und offene-Punkte-Listen
3. Detailberichte und Drill-down
4. Historisierung und Vergleich von Berichtslaufen
5. Export- und Freigabefunktionen

Prioritaet hat der Managementnutzen fuer den RB 2025.
