# Zielbild Projekt C - Konsistenzpruefung

# Projektziel - Pruefungsfaehigkeitsmonitor Rechenschaftsbericht 2025

Projekt C dient nicht nur der Konsistenzpruefung von Forderungen, Verbindlichkeiten und Geldtransit.

Das eigentliche Ziel besteht darin, fuer jede Gliederung objektiv festzustellen, ob der vorliegende Datenbestand bereits pruefungsfaehig ist und ohne weitere Nacharbeiten in den Rechenschaftsbericht uebernommen werden kann.

Die Konsistenzpruefung ist dabei ein wesentliches Werkzeug, jedoch nicht das eigentliche Endziel.

## Kernfrage

Fuer jede Gliederung soll jederzeit beantwortet werden koennen:

- Ist der Datenbestand vollstaendig?
- Sind alle Innenbeziehungen abgestimmt?
- Sind Forderungen und Verbindlichkeiten spiegelgleich?
- Ist der Geldtransit nachvollziehbar?
- Sind alle erforderlichen Nachweise vorhanden?
- Sind noch fachliche oder buchhalterische Klaerungen erforderlich?
- Kann die Gliederung fuer den Rechenschaftsbericht freigegeben werden?

## Ergebnis

Jede Gliederung erhaelt einen Pruefstatus, zum Beispiel:

- gruen: pruefungsfaehig
- gelb: pruefungsfaehig mit Hinweisen
- rot: nicht pruefungsfaehig

Zusaetzlich soll ein Erfuellungsgrad der fachlichen Pruefungen ausgewiesen werden.

Erst wenn alle wesentlichen Pruefkriterien erfuellt sind, gilt eine Gliederung als fuer den Rechenschaftsbericht freigabefaehig.

## Fachliches Zielbild

Projekt C beantwortet kuenftig automatisch fuer jede Gliederung:

- Ist diese Gliederung pruefungsfaehig?
- Welche Pruefungen wurden erfolgreich abgeschlossen?
- Welche Pruefungen fehlen noch?
- Welche fachlichen Arbeiten sind bis zur Freigabe erforderlich?
- Kann die Gliederung in den Rechenschaftsbericht uebernommen werden?

Die Konsistenzpruefung von Forderungen, Verbindlichkeiten und Geldtransit ist dabei lediglich ein Bestandteil der Gesamtbewertung.

Projekt C ist kein Excel-Projekt und keine technische Beschreibung einer Software. Projekt C beschreibt das zukuenftige Berichtswesen innerhalb von SeWoBe.

Die vorhandenen Excel-Dateien dienen ausschliesslich als Demonstrator. Sie zeigen, welche Berichte und Ergebnisse spaeter unmittelbar durch SeWoBe erzeugt werden sollen. Nicht Excel ist das Ziel. Excel dient lediglich dazu, das gewuenschte Berichtswesen sichtbar zu machen.

## Zweck

Dieses Dokument beschreibt das fachliche Zielbild fuer **Projekt C - Konsistenzpruefung**.

Projekt C dient der Vorbereitung des Rechenschaftsberichts 2025. Ziel ist eine fachlich belastbare Pruefung der Forderungen, Verbindlichkeiten, Geldtransite und offenen Innenbeziehungen zwischen Bundesverband, Landesverbaenden und ggf. weiteren Gliederungen.

Die vorhandenen Excel-Auswertungen dienen als Demonstrator und Prototyp. Sie zeigen, welche manuellen Pruefungen aktuell erforderlich sind und welche Funktionen spaeter direkt in SeWoBe bereitgestellt werden sollten.

Dieses Dokument beschreibt noch keine technische Umsetzung. Es werden keine Buchungen erzeugt, keine Originaldateien veraendert und keine Differenzen kuenstlich ausgeglichen.

## Zielbild

Projekt C soll aus den vorhandenen Buchungs- und Exportdaten eine nachvollziehbare Konsistenzsicht erzeugen.

Die Konsistenzpruefung soll beantworten:

- Stimmen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Bund und Landesverbaenden ueberein?
- Sind Forderungen und Verbindlichkeiten einem Gegenmandanten zuordenbar?
- Gibt es offene Differenzen, die vor Erstellung des Rechenschaftsberichts geklaert werden muessen?
- Welche Geldtransitpositionen sind ausgeglichen, teilweise ausgeglichen oder ungeklaert?
- Welche Eroeffnungsbilanzwerte wirken in die Abstimmung hinein?
- Welche Buchungen haben fehlende oder unklare Gegenbuchungen?
- Welche Sachverhalte sind fuer den Rechenschaftsbericht konsolidierbar?
- Welche Sachverhalte bleiben als offene Prueffaelle sichtbar?

Das Ergebnis soll eine gemeinsame Arbeitsgrundlage fuer Bundesschatzmeisterei, Landesverbaende und SeWoBe sein.

## Nutzerperspektiven

### Bundesschatzmeister

Der Bundesschatzmeister benoetigt eine bundesweite Steuerungssicht.

Erforderliche Informationen:

- Gesamtstatus aller Landesverbaende
- Anzahl gepruefter Landesverbaende
- Anzahl noch nicht gepruefter Landesverbaende
- Summe Forderungen Bund gegen Laender
- Summe Verbindlichkeiten Bund gegen Laender
- Summe Forderungen Laender gegen Bund, soweit sichtbar
- Summe Verbindlichkeiten Laender gegen Bund, soweit sichtbar
- Gesamtdifferenz je Landesverband und insgesamt
- Status der Spiegelpruefung je Landesverband
- offene Differenzen nach Betrag und Prioritaet
- offene Nachweise
- offene Gegenbuchungen
- unklare Eroeffnungsbilanzwerte
- nicht eindeutig zuordenbare Gegenmandanten
- konsolidierbare Innenbeziehungen fuer den Rechenschaftsbericht
- nicht konsolidierbare oder noch nicht belegte Sachverhalte

Der Bundesschatzmeister braucht insbesondere eine schnelle Antwort auf die Frage:

Sind die Innenbeziehungen so weit abgestimmt, dass der Rechenschaftsbericht erstellt werden kann?

### Landesschatzmeister

Der Landesschatzmeister benoetigt eine eigene Abstimmungssicht fuer den Landesverband.

Erforderliche Informationen:

- eigene Forderungen gegen Bund, Kreisverbaende oder weitere Gliederungen
- eigene Verbindlichkeiten gegen Bund, Kreisverbaende oder weitere Gliederungen
- beim Bund gebuchte korrespondierende Werte
- Differenz zwischen Landesbuchung und Bundesbuchung
- betroffene Konten und Buchungssaetze
- offene Gegenbuchungen
- unklare Gegenmandanten
- Geldtransitpositionen
- Eroeffnungsbilanzwerte und Vorjahresbezuege
- Status je Klaerungspunkt
- erforderliche Nachweise
- naechster Klaerungsschritt

Der Landesschatzmeister braucht insbesondere eine arbeitsfaehige Liste:

Was muss der Landesverband noch klaeren oder bestaetigen, damit der Bund seine Konsolidierung abschliessen kann?

### Rechenschaftsbericht

Fuer den Rechenschaftsbericht werden konsolidierungsfaehige und nicht konsolidierungsfaehige Sachverhalte getrennt benoetigt.

Erforderliche Informationen:

- vollstaendig abgestimmte Forderungen und Verbindlichkeiten
- vollstaendig abgestimmter Geldtransit
- Differenzen, die noch nicht eliminiert werden duerfen
- Nachweisstatus je Innenbeziehung
- Abstimmstatus je Gegenmandant
- Summe der konsolidierbaren Innenbeziehungen
- Summe der offenen Innenbeziehungen
- Begruendung fuer nicht konsolidierbare Positionen
- Liste der offenen Punkte fuer Vortrag, Klaerung oder Korrektur

Fuer den Rechenschaftsbericht ist entscheidend, dass nicht auf Null gerechnet wird. Nur belegbare, spiegelbare und abgestimmte Innenbeziehungen duerfen als konsolidierbar ausgewiesen werden.

## Fachliche Prueffelder

### Forderungen und Verbindlichkeiten

Zu pruefen sind insbesondere die Konten fuer Forderungen und Verbindlichkeiten im Innenverhaeltnis Partei.

Prueffragen:

- Gibt es zu jeder Forderung eine korrespondierende Verbindlichkeit?
- Gibt es zu jeder Verbindlichkeit eine korrespondierende Forderung?
- Stimmen Betrag, Gegenmandant, Zeitraum und fachlicher Anlass ueberein?
- Gibt es Buchungen ohne Gegenmandant?
- Gibt es Buchungen mit unklarem Zeitraum?
- Gibt es Buchungen mit fehlendem Nachweis?
- Handelt es sich um laufende Buchungen oder Eroeffnungsbilanzwerte?

### Geldtransit

Geldtransit ist gesondert auszuweisen, weil er nicht automatisch eine Forderung oder Verbindlichkeit darstellt.

Prueffragen:

- Ist der Geldtransit vollstaendig ausgeglichen?
- Gibt es Teilbewegungen ohne Gegenbewegung?
- Ist der Zahlungsweg nachvollziehbar?
- Besteht ein Bezug zu einer Innenbeziehung?
- Ist der Transit gliederungsintern oder gliederungsuebergreifend?
- Bleibt ein Transitrest offen?

### Eroeffnungsbilanzwerte

Eroeffnungsbilanzwerte koennen Altdifferenzen in den aktuellen Zeitraum tragen.

Prueffragen:

- Welche EB-Werte betreffen Innenbeziehungen?
- Sind EB-Werte aus dem Vorjahr nachvollziehbar uebernommen?
- Gibt es EB-Werte ohne Gegenposition?
- Wurden EB-Werte im laufenden Jahr bereinigt?
- Sind EB-Werte separat von laufenden 2025-Sachverhalten ausweisbar?

### Gegenbuchungen

Offene Gegenbuchungen sind fuer die Konsistenzpruefung zentral.

Prueffragen:

- Gibt es eine fachlich passende Gegenbuchung?
- Liegt sie beim Bund, beim Landesverband oder bei einer weiteren Gliederung?
- Ist sie im gleichen Zeitraum gebucht?
- Wurde sie storniert?
- Ist der Betrag identisch oder abweichend?
- Ist eine Differenz durch Rundung, Teilzahlung, Zeitraumverschiebung oder Fehlbuchung erklaerbar?

### Nachweise und Abstimmung

Eine Position ist nur belastbar, wenn sie belegbar und abgestimmt ist.

Prueffragen:

- Liegt ein Beleg, eine Beitragsabrechnung, ein Zahlungsnachweis oder ein Abstimmprotokoll vor?
- Wurde der Sachverhalt durch den Gegenmandanten bestaetigt?
- Wer hat wann welchen Datenstand bestaetigt?
- Bleibt die Position offen, in Klaerung oder konsolidierbar?

## Ergebnisorientierte Auswertungen

Projekt C soll nicht nur Pruefungen durchfuehren.

Es soll dem Anwender unmittelbar verwertbare Ergebnisse liefern.

Jede Auswertung muss die Frage beantworten:

"Was muss ich jetzt tun?"

Der Schwerpunkt liegt deshalb nicht auf der internen Prueflogik, sondern auf der Ausgabe fuer Schatzmeister und Vorstand.

Projekt C beginnt grundsaetzlich auf Managementebene.

Nicht fuehrend sind:

- Einzelbuchungen
- Konten
- Soll
- Haben

Fuehrend sind:

- Pruefstatus
- Freigabestatus
- Erfuellungsgrad
- offene Differenzen
- offene Innenbeziehungen
- Geldtransit
- fehlende Nachweise
- Abstimmstatus
- RB-Freigabestatus

Erst danach erfolgt der Drill-down:

1. Landesverband
2. Konto
3. Einzelbuchung

### Managementuebersicht fuer den Bundesvorstand

Die Managementuebersicht soll den Gesamtstatus des Rechenschaftsberichts 2025 sichtbar machen.

Beispielhafte Ausgabe:

- Gesamtstatus RB 2025
- Pruefungsfaehige Gliederungen: 11
- Mit Hinweisen: 3
- Nicht pruefungsfaehig: 2

Offene Differenzen werden nach fachlichen Kategorien ausgewiesen:

- Forderungen
- Verbindlichkeiten
- Geldtransit
- Eroeffnungsbilanzwerte
- Nachweise

Zusaetzlich wird ein Ampelstatus angezeigt. Die Managementuebersicht soll unmittelbar zeigen, ob der Gesamtbestand pruefungsfaehig ist, welche Gliederungen kritisch sind und welche Themen zuerst geklaert werden muessen.

### Landesverbandssicht

Nach Auswahl eines Landesverbandes erhaelt der Schatzmeister eine handlungsorientierte Sicht.

Beispielhafte Ausgabe:

- Pruefungsfaehigkeit: gelb, noch nicht freigegeben
- Erfuellungsgrad: 92 Prozent
- Voraussichtliche Freigabe nach Behebung: Ja

Noch offene Punkte:

- Forderung Bund nicht bestaetigt
- Geldtransit April offen
- Gegenbuchung Konto xxxx fehlt
- Nachweis Konto yyyy fehlt

Diese Sicht soll nicht nur Werte anzeigen, sondern die naechsten notwendigen Schritte benennen. Der Schatzmeister soll erkennen, welche Punkte selbst zu klaeren sind, welche beim Gegenmandanten liegen und welche Unterlagen nachgereicht werden muessen.

### Ergebnis einer einzelnen Pruefung

Die Ausgabe einer Einzelpruefung muss fachlich sprechend sein.

Nicht ausreichend:

- Konto 1360
- Geldtransit
- Forderung

Erforderliche Ausgabe:

- Fuer Konto 1360 fehlt die Gegenbuchung.
- Der Geldtransit Mai stimmt zwischen Bund und Landesverband nicht ueberein.
- Die Forderung gegenueber Bayern wurde dort noch nicht bestaetigt.

Jede Einzelmeldung soll moeglichst enthalten:

- betroffene Gliederung
- Gegenmandant
- Zeitraum
- Konto oder Sachverhalt
- Betrag oder Differenz
- Ursache, soweit erkennbar
- erforderliche Aktion
- zustaendige Stelle
- Freigabewirkung fuer den Rechenschaftsbericht

### Ziel der Ausgabe

Jede Auswertung soll unmittelbar beantworten:

- Was ist in Ordnung?
- Was ist fehlerhaft?
- Wer muss taetig werden?
- Welche Unterlagen fehlen?
- Ist die Gliederung freigabefaehig?

### Grundsatz

Projekt C soll den Schatzmeister nicht mit Tabellen versorgen.

Projekt C soll Entscheidungen unterstuetzen.

Das Ergebnis jeder Auswertung muss deshalb:

- verstaendlich,
- priorisiert,
- handlungsorientiert und
- pruefungsbezogen

sein.

Tabellen bleiben als Detail- und Nachweisebene wichtig. Die fuehrende Darstellung soll aber nicht die Tabelle sein, sondern eine klare Bewertung mit Handlungsauftrag.

### Berichtshierarchie

Projekt C soll als Zielbild folgende Berichte beschreiben.

Managementuebersicht:

- Ampelstatus aller Gliederungen
- Pruefungsfaehigkeit
- Fortschritt
- offene Punkte

Pruefungsfaehigkeitsmonitor je Gliederung:

- Pruefstatus
- Freigabestatus
- Erfuellungsgrad
- offene Differenzen
- fehlende Nachweise
- Geldtransit
- offene Forderungen
- offene Verbindlichkeiten

Landesbericht:

- Arbeitsliste des jeweiligen Landesverbandes
- fehlende Punkte
- fehlende Nachweise
- bestehende Differenzen
- noch offene Buchungen

Detailbericht:

- Pruefung bis auf Kontoebene
- anschliessend Einzelbuchungen als Nachweis- und Klaerungsebene

Historie:

- Stichtag
- Monat
- Quartal
- Halbjahr
- Geschaeftsjahr
- frei waehlbarer Zeitraum

## Darstellungsformen

### 1. Managementuebersicht

Die Managementuebersicht ist die Startansicht fuer Bundesschatzmeisterei und Projektsteuerung.

Empfohlene Kennzahlen:

- Gesamtstatus
- Anzahl Landesverbaende
- Anzahl gepruefter Landesverbaende
- Anzahl Landesverbaende mit offenen Differenzen
- Summe Forderungen
- Summe Verbindlichkeiten
- Summe Geldtransit
- Gesamtdifferenz
- Anzahl offene Gegenbuchungen
- Anzahl offene Nachweise
- Anzahl unklare Gegenmandanten
- Anzahl EB-Prueffaelle
- Ampelstatus

Empfohlene Ampellogik:

- Gruen: keine offene Differenz oder nur geklaerte, dokumentierte Rundungs-/Zeitpunktabweichung
- Gelb: Differenz vorhanden, aber Gegenmandant, Ursache oder Klaerungsweg erkennbar
- Rot: wesentliche Differenz, fehlende Gegenbuchung, fehlender Gegenmandant oder fehlender Nachweis

Die Managementuebersicht soll die Frage beantworten:

Wie weit ist die RB-Vorbereitung insgesamt?

### 2. Rangliste nach Differenz

Die Rangliste sortiert Landesverbaende nach groesster offener Differenz.

Spalten:

- Rang
- Landesverband
- Forderungen
- Verbindlichkeiten
- Geldtransit
- Saldo
- Differenz
- offene Posten
- Ampel
- naechster Klaerungsschritt

Nutzen:

- schnelle Priorisierung der Klaerungsarbeit
- Konzentration auf die groessten Risiken fuer den Rechenschaftsbericht
- transparente Kommunikation gegenueber Landesverbaenden

### 3. Detailansicht je Landesverband

Die Detailansicht ist die Arbeitsebene fuer die Abstimmung.

Empfohlene Abschnitte:

- Stammdaten des Landesverbands
- Datenstand und Auswertungszeitraum
- Forderungen nach Gegenmandant
- Verbindlichkeiten nach Gegenmandant
- Geldtransit
- Eroeffnungsbilanzwerte
- offene Gegenbuchungen
- betroffene Konten
- Storno- und Korrektursachverhalte
- Nachweisstatus
- Abstimmstatus
- Klaerungsbedarf

Empfohlene Tabellenfelder:

- Landesverband
- Gegenmandant
- Konto
- Buchungssatz
- Buchungsdatum
- Belegdatum
- Belegnummer
- Buchungstext
- Soll
- Haben
- Betrag
- Rolle: Forderung, Verbindlichkeit, Geldtransit, EB-Wert, Prueffall
- Spiegelstatus
- Differenzbetrag
- Nachweisstatus
- Abstimmstatus
- Bemerkung

Nutzen:

- jeder Landesverband kann seine offenen Punkte nachvollziehen
- Bund kann gezielt Rueckfragen stellen
- SeWoBe kann erkennen, welche Felder und Statuslogiken systemseitig benoetigt werden

### 4. Offene Differenzen

Diese Sicht sammelt alle offenen Abstimmungspunkte.

Spalten:

- Prioritaet
- Landesverband
- Gegenmandant
- Sachverhalt
- Konto
- Betrag
- Differenz
- Ursache, soweit erkennbar
- Status
- benoetigter Nachweis
- Verantwortliche Stelle
- Frist oder naechster Schritt

Moegliche Ursachenklassen:

- Forderung ohne Verbindlichkeit
- Verbindlichkeit ohne Forderung
- Betrag abweichend
- Gegenmandant unklar
- Zeitraum abweichend
- Storno unklar
- EB-Wert ungeklaert
- Geldtransit offen
- Nachweis fehlt
- Buchung fachlich unklar

Nutzen:

- zentrale Arbeitsliste fuer Klaerung
- Grundlage fuer Abstimmung mit Landesverbaenden
- Nachweis, dass Differenzen nicht verdeckt werden

### 5. Spiegelmatrix Bund/Land

Die Spiegelmatrix zeigt fuer jeden Landesverband die Gegenueberstellung aus Bundessicht und Landessicht.

Beispielhafte Struktur:

| Landesverband | Bund Forderung | Land Verbindlichkeit | Differenz | Status |
| --- | ---: | ---: | ---: | --- |
| Beispiel-LV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | Gruen |

Erweiterung:

- eigene Forderungen des Landes gegen Bund
- korrespondierende Verbindlichkeiten des Bundes
- separate Darstellung von EB-Werten
- separate Darstellung von Geldtransit

Nutzen:

- klare Kommunikation der Spiegelpruefung
- leicht verstaendlich fuer Praesentation gegenueber SeWoBe
- zeigt unmittelbar den Wert automatisierter Gegenmandantenlogik

### 6. RB-Vorbereitungsansicht

Diese Sicht ist auf den Rechenschaftsbericht ausgerichtet.

Kategorien:

- konsolidierbar
- konsolidierbar nach bestaetigter Klaerung
- offen, nicht konsolidierbar
- Vortrag in Folgeperiode erforderlich
- Korrektur durch Buchhaltung erforderlich

Spalten:

- Sachverhalt
- Gliederungen
- Betrag
- Konto
- Status
- Nachweis
- Konsolidierungswirkung
- RB-Relevanz
- Kommentar

Nutzen:

- trennt fachliche Klaerung von RB-Ausweis
- vermeidet kuenstliche Nullstellung
- dokumentiert belastbar, was offen bleibt

### 7. Zeitliche Entwicklung

Die Konsistenzpruefung soll spaeter fuer verschiedene Zeitraeume erzeugbar sein.

Empfohlene Zeitdimensionen:

- Monat
- Quartal
- Halbjahr
- Geschaeftsjahr
- frei waehlbarer Von-bis-Zeitraum
- Stichtag

Darstellungsmoeglichkeiten:

- Entwicklung offener Differenzen je Monat
- Entwicklung der Ampel je Landesverband
- Anzahl offener Gegenbuchungen im Zeitverlauf
- Entwicklung konsolidierbarer Innenbeziehungen
- Stichtagsvergleich vor und nach Klaerung

Nutzen:

- fruehzeitige Erkennung von Abstimmungsproblemen
- Vorbereitung des RB nicht erst am Jahresende
- Nachvollziehbarkeit von Klaerungsfortschritten

## Perspektive SeWoBe

## Zielbild fuer SeWoBe

Projekt C beschreibt das zukuenftige Berichtswesen innerhalb von SeWoBe.

Die Berichte sollen spaeter unmittelbar aus den Buchungsdaten erzeugt werden.

Die Demonstrationsdateien zeigen lediglich, welche Ergebnisse die Anwender kuenftig auf Knopfdruck erwarten.

Das Ziel ist nicht Excel.

Das Ziel ist ein professionelles Berichtswesen innerhalb von SeWoBe.

### Unmittelbar aus Buchungsdaten ableitbare Auswertungen

Folgende Auswertungen koennen voraussichtlich unmittelbar aus vorhandenen Buchungsdaten erzeugt werden, sofern Konten, Mandanten und Zeitraeume strukturiert zugreifbar sind:

- Salden je Gliederung und Konto
- Forderungen je Gegenkonto und Zeitraum
- Verbindlichkeiten je Gegenkonto und Zeitraum
- Geldtransit je Gliederung
- Buchungen mit Stornokennzeichen
- EB-Werte bzw. Eroeffnungsbuchungen, wenn als solche erkennbar
- Buchungen auf relevanten Innenverhaeltniskonten
- Buchungen ohne eindeutigen Gegenmandanten
- Differenzen zwischen Forderungs- und Verbindlichkeitssummen

### Vollstaendig automatisierbare Pruefungen

Folgende Pruefungen sollten mittelfristig vollstaendig automatisierbar sein:

- Vollstaendigkeit relevanter Konten je Gliederung
- Saldenabgleich Forderungen gegen Verbindlichkeiten
- Erkennung doppelter oder fehlender Gegenbuchungen
- Erkennung von Buchungen ohne Gegenmandant
- Erkennung von Betragsabweichungen
- Erkennung von Storno- und Stornoreferenzpaaren
- Trennung laufender Buchungen von EB-Werten
- Erkennung offener Geldtransitreste
- Ampelstatus auf Basis definierter Regeln
- Erstellung einer Differenzenliste
- Erstellung einer RB-Vorbereitungsansicht

### Teilautomatisierbare Pruefungen

Einige Pruefungen koennen regelbasiert vorbereitet werden, benoetigen aber fachliche Bestaetigung:

- Zuordnung des Gegenmandanten aus Buchungstext
- Erkennung des Abrechnungszeitraums aus Buchungstext
- Interpretation unklarer Buchungstexte
- Bewertung von Vorjahresbezuegen
- Bewertung, ob eine Differenz fachlich tolerierbar oder korrekturbeduerftig ist
- Nachweispruefung, sofern Belege nicht strukturiert verknuepft sind

### Groesster Nutzen fuer SeWoBe

Die groessten Nutzenpotenziale liegen in:

1. Automatischer Spiegelpruefung Forderungen/Verbindlichkeiten
2. Differenzenliste mit Ampelstatus
3. Managementuebersicht fuer Bund und Landesverbaende
4. Detailansicht je Landesverband
5. Nachweis- und Abstimmstatus
6. Historisierung von Berichtslauf und Datenstand
7. Export fuer Rechenschaftsbericht und Abstimmung

Diese Funktionen ersetzen nicht nur manuelle Excel-Auswertungen, sondern schaffen eine wiederholbare, prueffaehige und historisierte Konsistenzpruefung.

## Priorisierung fuer eine spaetere Umsetzung

### Prioritaet 1 - Mindestnutzen fuer RB 2025

- Managementuebersicht
- Rangliste nach Differenz
- Detailansicht je Landesverband
- Offene Differenzen
- Saldenabgleich Forderungen/Verbindlichkeiten
- Pruefung auf fehlende Gegenbuchungen
- Ausweis Geldtransit und EB-Werte

### Prioritaet 2 - belastbare Abstimmung

- Gegenmandantenlogik
- Statusmodell fuer Klaerung und Bestaetigung
- Nachweisstatus
- Spiegelmatrix Bund/Land
- Export als Abstimmungsunterlage

### Prioritaet 3 - SeWoBe-Zielfunktion

- Mandantenuebergreifende Berichtslaufe
- Historisierung
- automatische Ampellogik
- automatisierte Zeitreihen
- direkte Belegverknuepfung
- Workflow fuer Rueckfragen und Bestaetigungen

## Abloesung manueller Excel-Auswertungen

Die heutigen Excel-Auswertungen koennen perspektivisch ersetzt werden durch:

- standardisierte Konto- und Mandantenauswahl in SeWoBe
- automatische Pruefung relevanter Innenverhaeltniskonten
- automatische Zusammenfuehrung von Bundes- und Landeswerten
- regelbasierte Differenzklassifizierung
- zentrale offene-Punkte-Liste
- Export einer prueffaehigen RB-Unterlage
- wiederholbare Berichtslaufe fuer Monats-, Quartals- und Jahresstaende

Excel bleibt in einer Uebergangsphase als Demonstrator und Kontrollinstrument sinnvoll. Ziel ist aber, die fachliche Logik in SeWoBe nachvollziehbar und wiederholbar bereitzustellen.

## Rolle der Excel-Dateien

Die vorhandenen Excel-Dateien stellen keine Zielanwendung dar.

Sie dienen ausschliesslich als Demonstrator.

Mit ihnen wird gezeigt,

- welche Berichte benoetigt werden,
- welche Informationen Bundesschatzmeister benoetigen,
- welche Informationen Landesverbaende benoetigen,
- welche Managementberichte erforderlich sind,
- welche Detailberichte notwendig sind,
- welche Pruefungen automatisiert werden sollen.

Die Excel-Dateien beschreiben somit nicht die technische Loesung.

Sie beschreiben ausschliesslich das gewuenschte fachliche Berichtswesen.

## Datengetriebene Aktualisierung

Projekt C arbeitet datengetrieben.

Werden neue Buchungsdaten bereitgestellt, werden saemtliche Berichte automatisch neu erzeugt.

Dadurch beruecksichtigen die Berichte automatisch:

- Personalwechsel
- neue Schatzmeister
- neue Vorstaende
- neue Ansprechpartner
- neue Gliederungen
- neue Buchungen
- Nachbuchungen
- Korrekturen
- Stornos
- neue Pruefstatus
- neue Freigabestatus

Die Berichte zeigen jederzeit den aktuellen Datenbestand.

Berichte werden nicht manuell gepflegt. Sie entstehen aus den jeweils aktuellen Buchungsdaten und muessen bei jedem Datenimport vollstaendig neu erzeugt werden.

## Noch benoetigte Informationen

Fuer eine spaetere technische Umsetzung werden folgende Informationen benoetigt:

- verbindlicher Kontenrahmen fuer Innenbeziehungen
- verbindliche Liste aller Gliederungen und Gegenmandanten
- technische Mandanten-IDs in SeWoBe
- Regeln zur Erkennung von EB-Werten
- Regeln zur Erkennung und Behandlung von Stornos
- Verteilungsschluessel 2025 und Gueltigkeitszeitraeume
- Definition tolerierbarer Rundungsdifferenzen
- Statusmodell fuer Klaerung, Bestaetigung und Abschluss
- Rollen- und Rechtekonzept fuer Bund, Land und ggf. Kreisverband
- Nachweisarten und Mindestnachweise
- Anforderungen an Exportformate fuer RB, Abstimmung und Archivierung
- Datenschutz- und Sichtbarkeitsgrenzen bei mandantenuebergreifenden Berichten

## Praesentationslogik fuer SeWoBe

Die spaetere Praesentation sollte nicht mit Einzelbuchungen beginnen, sondern mit dem praktischen Nutzen.

Empfohlener Ablauf:

1. Ausgangslage: RB 2025 braucht abgestimmte Innenbeziehungen.
2. Problem: Heute entstehen manuelle Excel-Auswertungen mit hoher Fehler- und Abstimmungsarbeit.
3. Zielbild: SeWoBe erzeugt eine standardisierte Konsistenzpruefung.
4. Managementuebersicht: sofort sichtbar, wo Klaerungsbedarf besteht.
5. Rangliste: Priorisierung nach groesster Differenz.
6. Landesdetail: konkrete Arbeitsliste fuer Bund und Land.
7. Offene Differenzen: prueffaehige Klaerungsliste.
8. RB-Ansicht: Trennung von konsolidierbar und offen.
9. Nutzen: weniger manuelle Arbeit, bessere Nachvollziehbarkeit, fruehere Klaerung, bessere RB-Vorbereitung.
10. Umsetzungsbedarf: Gegenmandanten, Status, Nachweise, Historisierung.

## Ergebnisgrenzen

Dieses Zielbild ersetzt keine fachliche Pruefung einzelner Buchungen.

Es beschreibt, wie die Ergebnisse einer Konsistenzpruefung fachlich aufbereitet und spaeter gegenueber SeWoBe praesentiert werden koennen.

Eine technische Umsetzung, Webexport-Aufnahme, Navigationserweiterung oder Automatisierung erfolgt erst nach fachlicher Freigabe.

# Fachlicher Nutzen fuer SeWoBe

Die in Projekt C beschriebenen Auswertungen dienen als fachlicher Demonstrator fuer Funktionen, die kuenftig unmittelbar in SeWoBe bereitgestellt werden koennten.

Ziel ist es, den manuellen Aufwand bei der Erstellung des Rechenschaftsberichts erheblich zu reduzieren und jederzeit transparent darzustellen,

- welche Gliederungen bereits pruefungsfaehig sind,
- welche fachlichen Pruefungen erfolgreich abgeschlossen wurden,
- welche Differenzen noch bestehen,
- welche Nachweise fehlen,
- welche Schritte bis zur Freigabe noch erforderlich sind.

Damit entwickelt sich SeWoBe von einem reinen Buchhaltungs- und Verwaltungswerkzeug zu einem Werkzeug fuer Qualitaetsmanagement, Konsolidierung und Rechenschaftsberichtsvorbereitung.
